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Die Homöopathie wendet Einzelarzneien an (minerslischen oder pflanzlichen Urspruungs), die am gesunden Menschen überprüft wurden (Arzneimittelprüfung). Beim Gesunden lösen diese Arzneien Krankheitssymptome aus. Gibt man einem Kranken mit genau dieser Symptomatik diese Einzelarznei, so verschwinden die Krankheitssymptome (Chinarindenversuch von Hahnemann). SIMILIAR SIMIBILUS CURENTUR=Ähnliches mit Ähnlichem heilen.

Als Krankheit wird in der Homöoptahie die Verstimmung der Lebenskraft bezeichnet, die durch eine enstprechende Einzelarznei wieder gestärkt werden kann, d.h. wieder in Harmonie gebracht werden kann. Nur wenn ein Heilmittel auf die Lebenskraft einwirkt, so kann es heilen. Das Medikament wirkt nicht direkt, sondern indirekt über die Aktivierung des Körpers. Im Unterschied dazu wirken die Arzneien der Schulmedizin nur auf den Organsimus.

Dies ist der Grund, warum bei einer homöopathischen Therapie die Anamnese und Befunderhebung eine wesentliche Rolle spielt. Bevor eine Behandlung begonnen werden kannn, benötigt man ganz spezifische Informationen über das Tier, seine Krankheitssymptome und auch über sein Verhalten. Dinge, die unbedeutend erscheinen, können wesentlich für die Behandlung sein, wie z.B. ob die Symptomatik morgens oder abends schlimmer wird oder welche Liegestellen das Tier bevorzugt.

In der Homöopathie gibt es verscheidene Richtungen:KomplexmittelhomöopathieBei der Komplexmittelhomöopathie werden mehrere Mittel in Kombination eingesetzt. Es können unterschiedliche Medikamente und auch verschiedene Potenzstufen eines Präparates in diesem einen Komplexmittel enthalten sein.

Der Vorteil liegt darin, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass das passende Mittel enthalten ist. Des weiteren ist ein schnelleres Arbeiten möglich, da eine ausführliche Anamnese nicht notwendig ist, sondern nur die Symptomatik an sich über den Einsatz des Komplexmittels entscheidet. Es bietet sich demzufolge bei akuten Krankheitsgeschehnissen an, nicht jedoch bei chronischen.

Die Komplexmittelhomöopathie wird von der klassischen Homöopathie abgelehnt, da es zu Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Mitteln kommen kann. Des weiteren kann der Körper u.U. unempfindlicher gegenüber der homöopathischen Behandlung werden.

Klinische HomöopathieDie klinische Homöopathie setzt vorwiegend Mittel ein, die nach klinischen Diagnosen gefunden werden. In der Regel werden tiefe Potenzen verwendet.

Klassische HomöopathieDie klassische Homöoptahie wählt ein bestimmtes Mittel in einer bestimmten Potenz aus. Die Auswahl richtet sich nach den ganz individuellen Symptomen und Eigenarten des Tieres, die durch eine ausführliche Anamnese und Untersuchung erfragt und beurteilt werden. Es findet eine anschließende Repetorisation statt, bei der gewonnen Ergebnisse gewichtet und beurteilt werden und so ein passendes Mittel mit der passenden Potenz ausgewählt wird.

Homöopathische Mittel können Krankheiten auslösen, es ist keine Medizin, bei der man „nichts falsch machen kann“! Deshalb kann das Mittel nicht in Selbstanwendung gefunden und dosiert werden, sondern sollte von einer speziell homöopathisch ausgebildeten Person bestimmt werden.

Hahnemann, Samuel war der Begründer der Homöopathie und lebte von 1755 bis 1843.


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