Kurzinformationen
Balinese und Javanese
Man weiß, dass die Balinesen ihren Ursprung in den 1940erJahren hatten, als in Würfen von Siamkatzen langhaarige Tiere auftauchten. Is her ist es umstritten, ob es sich um eine Mutation oder eine bewusste Züchtung handelte. Die Tiere wurden zuerst als Liebhabertiere verkauft und niemand kümmerte sich darum. Erst 1950, als sich in der Zwischenzeit langhaarige Siamkatzen häuften, versuchten die USA eine eigenstände Rasse zu schaffen und ganz unabhängig von einander wurden sie von 2 Züchtern gezüchtet. Einer der Züchterinnen gab den „langhaarigen Siamkatzen“ den Namen Balinese, weil sie sie an die Tänzerinnen von Bali erinnerten. Dies ist kein Wunder, denn die Katzenrasse hat einen geschmeidigen muskulösen Körperbau mit eleganten Bewegungen. Erst allmählich kam es zur Anerkennung des neuen Namens.
Kopf: mittelgroß, keilförmig; Nase und Ohrenspitzen bilden ein gleichschenkligen Dreieck
Nase: lang, ohne Break
Augen: tiefblau, mandelförmig, zur Nase leicht schräg; weit auseinender gelegen
Körperbau: muskulös, zierlich, Hals und Beine sind lang und schlank
Schwanz: lang und dünn, fedrig, feine seidige Haare
Fell: lang und fein; seidig, eng anliegend; neigt nicht zu Verfilzungen; keine Unterwolle, keine Halskrause; 1-2- mal pro Woche bürsten; Farbschläge wie bei der Siamkatze, jedoch große internationale und vereinsbedingte Unterschiede in der Anerkennung
Temperament: sehr verspielt, benötigen viel Aufmerksamkeit, sind jedoch ruhiger als die verwandten Siamkatzen; möchten nicht alleine sein
Fortpflanzung: frühe Geschlechtsreife; Wurfgröße 3-4- Jungen; großartige Mütter, die sehr ausgiebig mit den Babys spielen;
Javanesen sind einfarbige Balinesen (ohne Colourpoints), die aus der Verpaarung von Balinesen mit Orientalisch Kurzhaar entstanden sind; außer der Fellfarbe gibt es zwischen diesen Rassen (Balinesen und Javanesen) keine Unterschiede.
Cymric
Die Cymric wird auch Longhaired Manx oder Manx Longhair genannt. Es ist eine Rasse, die nur in den USA anerkannt ist. Die Cymric stammt vom Manx-Katzen ab, hat jedoch im Gegensatz zu diesen keinen Schwanz und lange Haare. Bei Manx-Würfen kommen gehäuft genetische Mutationen zustande. Die Cymric-Zucht ist schwieirg, da es immer wieder zu Totgeburten und Skelettanomalien, wie z.B. Spina bifida, kommen kann.
Körperbau: tiefe Flanken, abgerundeter Geamteindruck, kräftige Hüften
Kopf: groß und rund, kurzer dicker Hals, ausgeprägte Wangenknochen
Nase: mittellang
Augen: groß, rund, zur Nase hin schräg
Ohren: mittelgroß, breiter Ansatz, abgerundete Spitzen, innen gut behaart
Fell: mittellang-lang, dicke Unterwolle, seidiges, glänzendes Oberfall, Höschen und Halskragen, neigt nicht zum Verfilzen; 1 mal pro Woche kämmen; viele unterschiedliche Farben möglich
Temperament: ruhig, intelligent, liebevoll, ist gerne im Haus, auf eine erson fixiert
Colourpoint
In den USA ist ist als eigenständige Rasse mit dem Namen Himalayan bekannt, in Europa gehört sie zu der Gruppe der Perserkatzen. Die Rasse ist in 1920-1935 aus einer Kreuzung zwischen Siamkatzen und schwarzen Persern entstanden, demnach eine gezielt vom Menschen gezüchtete Rasse, um im Bereich der Genetik zu forschen.
Merkmale:
Kopf: rund, lange Schnurrhaare, kurze Nase mit Stopp zwischen Nase und Stirn
Augen: blau, rund
Körperbau: gedrungen; kurze stämmige Beine; kurzer, dicker Hals; große Pfoten; breite, tiefe Brust; kräftige Schultern und Hinterteil
Ohren: klein, abgerundet, weit auseinander stehend, niedirg am Kopf angesetzt, nach vorne geneigt, mit Haarbüscheln
Fell: weiß, cremefarben mit gefärbten Pointa sim Gesicht, an Ohren, Schwanz, Beinen und Pfoten; lang, weich; seidig; Halskrause; pflegeintensiv
Temperament: perserähnlich; anpassungsfähig, ausgeglichen
Heilige Birma
Um die Heilige Birma gibt es, wie auch bei der Maine Coon viele Legenden. Bei ihr beziehen sich die Legenden auf die weißen Pfoten, die ein Rassemerkmal der Heiligen Birma sind. So glaubte man, eine Heilige Birma sei dem Priester eines Tempels nach dessen Tod nicht mehr von der Seite gewichen bis auch sie selbst verstorben ist. Die Pfoten hatten den Mann berührt und wurden deshalb weiß, Gesicht, Ohren, Schwanz und Beine nahmen die Farbe der Erde an. Diese Färbung sollte sich dann auf alle anderen Heilige Birma Katzen üvbertragen haben.Da Franzosen Priestern bei ihrer Flucht nach Tibet geholfen hatten, so bedankte man sich mit der Gabe von 2 Katzen, die dann nach Frankreich gekommen sind, so die Legende. Es existieren jedoch auch noch viele andere eschichten um die Herkunft und einige glauben auch, dass die Katzenrasse künstlich gezüchtet wurde.
Merkmale:
Augen: tiefblau, leicht oval
Köerperbau: lang gestreckt, muskulös, groß, stämmig
Fell: lang, seidig; am Bauch oft gewellt; leicht zu pflegen; Kragen; Farbe: gleichmäßig, Pointfärbung an Gesicht, Ohren, Beinen und Schwanz; symmetrisch weiße Pfoten
Ohren: mittelgroß; weit auseinander liegend; gerundete Spitzen
Schwanz: mittellang, buschig
Temperament: ruhig, umgänglich, friedfertig, sanft, gute Showkatzen, gesellig, verspielt, brauchen viel Platz, müssen aber nicht unbedingt nach draußen, jagdfaul
Fortpflanzung: Wurfstärke: 4-5 Jungtiere; frühe erste Rolligkeit (mit 7 Monaten)
Maine Coon
Es gibt zahlreiche Legenden, die sich mit dem Ursprung dieser wundervollen großen Katzenrasse beschäftigen. Viele davon sind genetisch unmöglich, so z.B. die Legenden, dass Maine Coons aus der Verpaarung Hauskatze-Waschbär (engl. Racoon) oder Hauskatze-Luchs entstanden sind. Ihr Luchsähnliches Aussehen ist das einzige, was dafür sprechen würde. Die Maine Coon zählt mit einem Durchschnittsgewicht von 5-7kg zu der größten Katzentrasse. Ihr typischen Merkmale kommen nicht von ungefähr: Maine liegt im Nordosten der USA und grenzt an Kanada. Die Winter dort sind sehr hart , weshalb die Maine Coon Katze spezielles Fell hat, was sie dafür unempfindlich macht. Sie besitzt sehr viel Unterwolle und feste Leithaare auf dem Rücken, die isolierend wirken. Durch große Haarbüscheln zwischen den Zehen kann sich die Maine Coon auch bei Schnee und sicher bewegen. Es sind geborene Überlebenskünstler, die sich als halbwilde Katzen durch die Evolution zu einer intelligenten und robusten Rasse entwickelte. Leider haben diese Eigenschaften durch langjährige (In)Zucht einbüßen müssen. Bereits 1861 wurden Maine Coon Katzen in Maine auf Farm-Shows gezeigt und 1895 wurde eine brown tabby Maine Coon in New York auf einer Katzenshow das erste Mal zur Best Cat gekürt. Ihr Name war Cosie. Die Perserkatze verdrängte die Maien Coon jedoch sehr schnell wieder (Anfang des 20.Jahrhunderts) und erst 1950 wurde der Maine Coon Rasse wieder mehr Aufmerksamkeit zuteil, nun auch außerhalb des Ursprungsstaates. Seit 1982 ist die Rasse in Deutschland anerkannt und zählt jetzt zu den beliebtesten Katzenrassen überhaupt.
Merkmale:
Fast alle Farbvarianten, außer Pointed, Chocolate, Cinnamon, Lilac und Fawn
Körperbau: groß, kräftig, muskulös, lang gestreckter Körper mit breitem Brustkorb und geradem Rücken, kräftige breit gesetzte Beine , große, bebüschelte Pfoten
Schwanz: lang, buschig
Kopf: mittelbreit, kräftiger, mittellanger als, kantige Schnauze mit kräftigem Kinn, , hoch angesetzte Wangenknochen, mittellange Nase, hoch auf den Kopf gesetzte Ohren, die gut behaart sind und u.U. Luchspinsel aufweisen, am Ansatz sind die Ohren breit und laufen nach oben spitz zu; große ausdrucksstarke Augen, die leicht schräg gestellt sind und weit auseinander liegen.
Fell: kurz an Kopf und Schultern, länger an Bauch und Hinterbeinen (Höschen), mind. Einmal pro Woche bürsten, sonst können sich speziell unter den rmen und am Bauch und an den „Höschen“ Filzknötchen bilden.
Temperament: gutmütig; ruhig aber verspielt; anpassungsfähig; geschickte Jäger; geschickter Umgang mit ihrer Pfote; planschen gern im Wasser; suchen sich meist eine Person in der Familie aus, die sie bevorzugen; verträglich mit anderen Tierarten, z.B. Hunden; hundeähnliches Wesen.
Norwegische Waldkatze
Es handelt sich um eine skandinavische Naturrasse (Norsk Skogkatt). Zwar wird von einigen eine Verbindung zur Maine Coon hergetsellt, doch beide Rassen entwickelten sich unabhängig voneinander. Aufgrund der ähnlichen Gegebenheiten (rauhes Klima) entwickelten beide Rassen ein ähnliches Aussehen und Wesen. Auch die Norwegische Waldkatze lebte als Farmkatze. In den 1930er Jahren begann man sie zu züchten, jedoch verstarb der edanke sehr schnell aufgrund der Historie (2. Weltkrieg). Erst Anfang 1970 wurde erneut mit der Zucht begonnen.
Körperbau: groß, kräftig, hochbeinig (längere Hinter- als Vorderbeine), langer Körper, runde Pfoten mit Haarbüscheln
Schwanz: mindestens körperlang, buschig (buschiger als bei der Maine Coon)
Kopf: dreieckig, volle Wangen, gut entwickeltes Kinn, lange Schnurrhaare; Schnauze ist spitzer als bei der Maine Coon
Ohren: lang, gerade, nach oben hin spitz, gut bebüschelt; näher zusammen als bei der Maine Coon
Augen groß, mandelförmig, schräger als bei der Maine Coon
Nase: lang, gerade, ohne Break
Fell: dicht; schützt vor Wasser und Schnee; wasserabweisend, isolierendes Unterfell; glänzendes mittellanges Oberfell; im Herbst und Winter ausgeprägter Kragen, alle Farbschläge außer Pointed starker Fellwechsel im Frühjahr/Sommer (dann häufiges Bürsten erforderlich)
Temperament: sehr gute Jägerin und Kletterin; insgesamt sehr aktiv; deshalb unbedingt Freilaufmöglichkeit anbieten; intelligent, wachsam, schnell, robust, verspielt, anhänglich,
Perser
Perserkatzen gehören zu den Langhaarkatzen vom Plumptyp. Der Körper ist kurz, gedrungen, stämmig und massiv, mit tiefer Brust, breiten Schultern und breiter Hinterhand. Sie haben große behaarte Pfoten.
Die frühen Perser sahen den heutigen nicht ähnlich. Gemeinsam war nur das lange Haar und der allgemeine Typ. Aufgrund der großen Nachfrage dieser Rasse und damit verbundenen nationalen Vorlieben wurde ihr mit selektiver und geplanter Zucht Rechnung getragen. Speziell zwischen Europa und Amerika gab es spezielle Vorlieben, so sollten die Nasen der Perserkatze in Amerika stupsig sein, in Europa jedoch nicht.
Schon vor 300 Jahren wurde die Perserkatze von Persien nach Europa gebracht. Sie wurde oft wohlhabenden Fürsten zum Geschenk gemacht und gilt zum Teil auch heute noch als luxuriöse Schoßkatze.
Fell: weich, seidig, lang, glänzend, teilweise gelockt, muss jeden Tag gebürstet werden, damit es nicht verfilzt, starkes Haaren; erst im Alter von 2 Jahren vollständig ausgebildet; eine Halskrause ist erwünscht; mehr als 60 Farben und Muster bekannt
Kopf: breit, rund; kurze, breite Nase; volle Wangen, weit auseinander stehende kleine Ohren mit runden Spitzen, die tief am Kopf stehen; Haarbüschel am Ohransatz; große, runde weit auseinander stehende Augen;
Schwanz: kurz, soll tief getragen werden
Fortpflanzung: kleine Würfe mit ca. 2-3 Jungen; empfindliche Jungtiere
Temperament: gelassen und ruhig, deshalb die ideale Ausstellungskatze
Somali
Die Entwicklung dieser Rasse ist der der Balinese sehr ähnlich, denn auch hier kam es bei einer Kurzhaarrasse, den Abessinern, zu Würfen mit langhaarigen Kitten. Einige Linien der Abessiner hatten ein rezessives Langhaar-Gen in sich. Eine Züchterin aus New Jersey gan 1969 der Rasse den namen Somali. Mit Afrika hat die Rasse wenig zu tun, jedoch wollte sie die Verbindung zur Abessiner (Äthiopien hieß früher Abessinien)-Katze deutlich machen.
Körperbau: mittelgroß; schlank; kleine, ovale Pfoten;
Schwanz: am Ansatz dick; wird zum Ende hin schmäler; dicht behaart
Kopf: leicht gerundet, keilförmig, breite Stirn
Ohren: groß, weit auseinander stehend, breiter Ansatz, an der Spitze abgerundet, Ohrbüschel
Augen: groß, mandelförmig, vom oberen id bis hin zum Ohr kurzer dunkler Strich; bernsteinfarben, grün oder gelb
Fell: seidig, fein, dicht behaart, mittellang mit Höschen und Halskrause; 8 Fellfarben in Deutschland anerkannt (Wildfarben, Sorrel, Blau, Beige-Fawn, Schwarz-Silber, Blau-Silber, Sorrel-Silber, Beige-Fawn-Silber); jedes Haar ist mehrfach gebändert (Ticking) und hat eine schwarze Spitze. An der Wirbelsäule entlang ist das Fell dunkel schattiert; pflegeleicht (gelegentliches Bürsten ist ausreichend)
Nase: Nasenspiegel ist rosa oder ziegelrot
Temperament: ist gern draußen, jedoch nicht im Winter, da sie keine Kälte mag; vorerst zurückhaltend;
Türkisch Angora
Die Türkisch Angora kommt aus der Gegend von Ankara und gehörte mit zu den ersten katzen, die im 16.Jh. aus dem Osten nach Europa gelangten. Ursprünglich war sie weiß und in dieser Ursprungsfarbe wird sie auch noch im Zoo in Ankara gehalten. Erst 1988 wurde sie in Deutschland anerkannt und erst 1994 auch in anderen Farben (alle anerkannten Langhaar-Farbschläge, außer Chocolate, Lilac und Colourpoint). Als mittelgroße Katze hat sie einen feinen Knochenbau und ein orientalisches Aussehen. Der Fellwechsel verläuft intensiv, die Fellpflege ist jedoch aufgrund fehlender Unterwolle sehr einfach. Das Fell benötigt bis zu 3 Jahren bis es vollständig ausgebildet ist.
Merkmale:
Größe: mittelgroß, lange, kräftige Beine, kleine Pfoten
Fell: mittellang, fein, seidig, am Bauch gewellt; keine Unterwolle
Kopf: breit, keilförmig, Ohren und Kinn bilden ein Dreieck
Nase: gerade
Ohren: spitz, hoch am Kopf sitzend
Schwanz: breit am Ansatz, dann spitz zulaufend, gut behaart
Temperament: intelligent, verspielt, sanftes Wesen, anpassungsfähig, treu, liebenswert.
Türkisch Van
Die Türkisch Van Katze wurde 1955 von einer Engländerin entdeckt und 1969 in England und erst 1972 in Deutschland als neue Rasse eingeführt. Die Rasse wurde erstmalig am Van-See entdeckt, jedoch gibt es diese Rasse in vielen Gegenden der Türkei. Die Türkisch Van ist kräftiger als die Türkisch Angora. Ihre Farbe ist weiß mit Farbpartien an Kopf und Schwanz. Sie zählt zu den Semi-Lanhaarkatzen. Es gibt sie mit kastanienroter und cremefarbener Zeichnung an Kopf und Schwanz, auch mit Tabby-Muster und in Deutschland in Black, Blue, Tortie und Torbie.
Merkmale:
Fell: weißes Fell mit Flecken am Kopf (weiße Blesse) und farbigen Schwanz; Fellpflege recht einfach, dass sie keine Unterwolle hat; ausgeprägter Fellwechsel im Sommer
Schwanz: buschig;
Körperbau: mittelgroß, muskulös, stämmig, kräftige Schultern,
Kopf: Kurz, keilförmig mit mittellanger Nase
Ohren: groß, sitzen aufrecht und eng am Kopf
Augen: groß, oval, blau, amber oder odd-eyed
Temperament: intelligent, liebevoll, an eine Bezugsperson gebunden, robust, liebt es draußen zu sein und schwimmt gern!