Kurz-Informationen
Abessinier
Die farbliche Besonderheit zeichnet diese Katze aus. Bei ihr ist jedes Haar mehrfach gebändert (Agouti), wobei der körperferne Teil des Haares dunkler sein soll. Woher die Katze ihren Ursprung hat, weiß man nicht. Sie ähnelt sehr stark der afrikanischen Falbkatze und wurde 1868 aus Abessinien nach England eingeführt. Es werden Einkreuzungen von BKH vermutet, jedoch gilt die Abessinier-Katze als Naturrasse. Die Katze wurde in den USA zeitweise die beliebteste Rasse und, in England kam es durch den 2. Weltkrieg und eine Leukoseepidemie beinahe zurm Aussterben der Rasse.
Körperbau: mittelgroß, elegant (königliche Haltung), kräftig, muskulös, feingliedrige schlanke Beine
Ohren: große hrmuscheln, am Ansatz breit mit kräftigen Haarbüscheln, aufmerksam
Augen: weit auseinander, schräg, mandelförmig
Fell: kurz, fein, weich, dicht; Wildfarben (Usual), Sorrel, Blau, Fawn-Beige (je nach Land unterschiedlich bezeichnet), unkompliziert in derPflege, einmal pro Woche bürsten
Schwanz spitz zulaufend, am Ansatz dick,
Fortpflanzung: kleine Würfe (ca. 4 Welpen), geringe Fruchtbarkeit, die häufig großen Köpfe der Welpen können zu Geburtskomplikationen führen
Temperament: Scheu vor Fremden, sonst zutraulich, Apportieren, verspielt, leinenfähig; helle leise Stimme, benötigen viel Aufmerksamkeit, suchen menschliche Nähe
Ägyptische Mau
Man vermutet, dass die Ägyptische Mau von der Falbkatze abstammt. In alten ägyptischen Gräbern wurden Zeichnungen von Katzen gefunden, die ebenfalls Tupfen hatten und die auf den Zeichnungen als Jagdhelfer fungierten. Eine russische Prinzessin und Katzenzüchterin nahm 1953 eine Mau aus Kairo mit baute damit eine Zuchtlinie auf, die bis nach Amerika (nicht jedoch nach England) übersiedelte. Nach England kam erst später eine Ägyptische Mau direkt aus Ägypten, wurde dann aber gezielt weitergezüchtet und ist deshalb keine Naturrasse mehr.
Körperbau: mittelgroß, grazil, muskulös, Plumptyp; ähnlich wie die Abessiner
Fell: dunkle runde Tupfen auf hellem Fell, pflegeleicht
Ohren: groß, weit auseinander stehend, wachsam, an der Basis breit
Augen: groß, mandelförmig, leicht schräg
Fell: glänzend, seidig, fein, füllig, mittellang, starker Kontrast zwischen Grundfarbe und Tupfen, vier Farbschläge: Silber, Bronze, Smoke, Zinn
Temperament: mögen keine Fremden misstrauisch) und Veränderungen, nicht für Ausstellungen geeignet, sehr lebendig, aktiv, benötigt viel Bewegung und Gesellschaft, leinenführig, benötigt Freilauf mit Schutz vor Regen und Sonne; intelligent, gutes Gedächtnis, binden sich an eine Bezugsperson, besitzergreifend
Amerikanisch Kurzhaar
Wie auch die BKH, stammt die AKH von den Hauskatzen ab. Hauskatzen gib t es in den USA jedoch noch nicht so lang wie in Europa, denn die indianischen Ureinwohner waren eher Nomaden, so dass ihnen Katzen wenig nützten. Als die Zeit der europäischen Siedlungen gekommen war, wurden Katzen dort als Mäusefänger geschätzt. So konnten sie sich vermehren. 1895 schon auf Katzenshows ausgestellt, hatten sie zu dieser Ziet jedoch noch keinen Stammbaum. Erst 1904 wurde die erste AKH ins Zuchtbuch eingetragen, jedoch noch ohne bekannte Abstammung. Erst 1966 erhielt die AKH ihren Namen: American Shorthair.
Körperbau: leichter als BKH und EKH, muskulös, aber nicht so stämmig; auch der Hals ist schmäler, längere Beine als BKH; groß-mittelgroß; athletisch, sportlich
Ohren: größer als bei BKH, EKH; mittelgroß, weit auseinander stehnend, gerundet an der Spitze
Augen: groß, rund, weit auseinander stehend
Schwanz: länger als bei BKH
Fell: kürzer als bei BKH/EKH; dicht; pflegeleicht; viele Farbvarianten
Temperament: guter Jäger, klettert gut, robust, intelligent, anhänglich, häuslich, unkompliziert, gelassen, ruhig, leise Stimme, sollte Freilauf haben
Kopf: groß, länger als breit, volle Wangen; ausgeprägtes Kinn, eckige Schnauze;
Nase: mittellang, breit, leichte Einbuchtung
Fortpflanzung: unkompliziert, ca. 4 Jungtiere, aufmerksame Mütter
American Wirehair
Enstanden ist diese Rasse 1966 durch eine spontane Genmutation einer Hauskatze. Das besondere dieser Katze ist das Fell: spärlich und kraus ähnlich des Drahthaarterriers, nachdem die Rasse benannt wurde. Das gen für Drahthaar ist dominant, so dass man Drahthaarkatzen mit anderen Kurzhaarrassen kreuzen konnte. In Europa wird die Rasse noch nicht anerkannt, jedoch inden USA sowohl von TICa als auch von CFA.
Fell: Leithaare sind komplett wellig und nicht weich, sondern haben am Ende eine Art Widerhaken; krause Unterwolle; fühlt sich rau an; gekräuselte Schnurrhaare, Tier sieht wuschelig aus, unkompliziert in der Pflege
Körperbau: mittelgroß-groß, muskulöse Beine,
Kopf: rund, kräftige Schnauze und Kinn, hervorstehende Wangenknochen
Augen: groß, rund, strahlend, klar, weit auseinander stehend,
Ohren: mittelgroß, weit auseinander stehend, gerundet
Temperament: starker Jagdtrieb, unabhängig, sollten Auslauf haben,
Bombay
Die Bombay ist eine von Züchtern kreierte Rasse, die sich aus Amerkanisch Kurzhaar und Burma zusammensetzt. Vorbild dieser Rasse sollen Panther sein, denn so sollen die Bombay aussehen, natürlich nur in Kleinformat. Bombay-Katzen gibt es in schwarz, selten auch in braun. In USA in den 1950er Jahren gezüchtet und relativ schnell anerkannt, in Europa sind sie jedoch noch nicht anerkannt.
Körperbau: schlank, muskulös
Fell: wichtigstes Beurteilungskriterium, kurz, eng anliegend, satinartige Struktur, glänzend, pechschwarz, 1mal pro Woche kämmen
Kopf: rund, volles Gesicht, kurze, ausgeprägte Schnauze
Ohren: mittelgroß, breiter Ansatz, gerundete Spitzen, weit auseinander stehend
Augen: rund, weit auseinander stehend, kupfer-/goldfarben
Temperament: robust, liebevoll, ruhig, brauchen keinen Freigang, leinenführig, , geräuschempfindlich
Britisch (BKH) und Europäisch Kurzhaar (EKH)
Diese Katzen werden mit großer Sorgfalt gezüchtet, stammen jedoch ursprünglich von den westeuropäischen Hauskatzen ab. Zu den westeuropäischen Wildkatzen gesellten sich die Katzen der römischen Siedler und vermischten sich. Schon 1871 wurde die BKH in England bei der ersten Katzenausstellung ausgestellt. Als nahezu einzigste asse hatte es die BKH vorerst nicht schwer, wurde jedoch schon 20 jahre später von den Perserkatzen verdrängt. Dies führte soweit, dass man beide Rassen kreuzte. Sehr schnell wurde es jedoch abgelehnt und man bestand auf die Reinheit einer jeden Rasse, so dass diese Kreuzungen aufhörten und circa 1950 die Rasse der BKH wieder stabil war und ausgestellt werden konnte.
Die EKH wurde erst 1980 von der FiFe als eigenständige Rasse anerkannt, ist jedoch bis heute nur sehr selten auf Ausstellungen zu sehen. Häufig werden sie von Laien gleichgesetzt mit der Hauskatze, doch das ist keineswegs richtig.
Körperbau: stämmig, plump, breitschultrig, muskulös, kurze, stämmige Beine, dicke Pfoten, kurzer dicker Hals
Kopf: breit, rund, ausgeprägte Wangen
Nase: kurz, breit, gerade, ohne Break
Ohren: tief am Kopf, klein,
Augen: groß, rund, wacher Blick; intelligenter Ausdruck
Temperament: ruhig, ausgeglichen, verspielt, leise Stimme, intelligent, kann allein sein, anpassungsfähig, zäh
Fell: kurz, pflegeleicht, viele verschiedene Farbschläge
Burma
Die Anerkennung dieser Rasse war ein jahrelanger Kampf. Als ein Amerikaner eine Katze aus Burma mitbrachte wurde sie als misslungene Siamkatze bezeichnet. Erst nach und nach ließen sich andere Züchter begeistern und es folgte ein Zuchtprogramm und die erste vollständig in den USA entwickelte Edelkatze entstand. Des weiteren wurden genetische Studien eingeleitet. Es gab jedoch immer wieder Gegner, die bemängelten, dass die Burma nicht reinrassig istz, sondern Siamkatzen eigekreuzt wurden. Die Alternative wäre jedoch eine abolute Inzucht gewesen. Auch bezüglich der Farbe und desGesichtes gibt es heute noch Auseinandersetzungen. Einige Züchter bestehen auf die ursprüngliche Farbe Braun (Zobel), andere akzeptieren auch andere Farben. Einige Züchter bevorzugen des „traditionellen Typ“ (längere Nase), andere den „modernen Typ“ (flachheres Gesicht).
Körperbau: mittelgroß, schwer sieht jedoch leichter aus), muskulös, lange schlanke Beine
Kopf: keilförmig, hohe Wangenknochen
Ohren: mittelgroß, aufmerksam, breite Ohrmuscheln, abgerundete Spitze
Fell: Farbschläge je nach Verein , fein, glatt, glänzend, eng anliegend, kurz, pflegeleicht, 1 mal pro Woche kämmen
Temperament: anpassungsfähig, gesellig (sowohl Mensch als auch andere Katzen), sehr eifersüchtig, möchten nicht allein sein, leben bis zu 20 Jahre
Fortpflanzung: meist 5 Welpen, gesund, jedoch neigt der „moderne Typ“ eher zu Skelett- und Schädeldeformationen
Exotisch Kurzhaar
Die Katzenrasse wurde herangezüchtet, da man eine Katze wollte, deren Fell pflegeleicht ist, die jedoch das Aussehen und den Charakter einer Perserkatze hat. Deshalb kreuzte man Amerikanisch Kurzhaar mit Perserkatze. 1972 wurde die Rasse in den USA anerkannt.
Körperbau: wie bei der Perserkatze
Kopf: Gesichtszüge sehen anders aus als Fell bedingt; Spitzname: Teddykatze (liebenswerte Gesichtszüge); rund, massiv, kurzer dicker Hals; volle Wangen und volles Kinn
Ohren: weit auseinander, niedirg am Kopf angesetzt
Augen: groß, rund, strahlend, weit auseinander stehend
Nase: kurz, breit, mit Break
Fell: länger und fülliger als bei den Kurzhaarrassen mit dichter Unterwolle; keine alskrause, keine Haarbüschel in den Ohren und zwischen den Zehen; regelmäßiges kämmen
Temperament: sanftmütig, zärtlich, verspielt, intelligent, häuslich, gesellig (Familie und andere Haustiere), benötigt keinen Freilauf
Fortpflanzung: Zucht schwierig, da meist das lange Fell bei der Hälfte des Wurfes durchschlägt
Havana
Ihren Namen hat die Havana, weil ihre braune Farbe an Tabak erinnert. Die Rasse wurde in den 1950er Jahren aus einer Kreuzung zwischen Siam Seal Point und einer schwarzen Kurzhaarrasse entwickelt. Es entwickelten sich 2 unterschiedliche Richtungen in England und in den USA.
Körperbau: schlank, muskulös, langer dünner, peitschenförmiger Schwanz
Augen: oval, hellgrün, schräg
Fell: glänzend, mahagonibraun, kurz, eng anliegend, fein, 2mal pro Woche kämmen, glänzendes Fell durch Abreiben mit weichem Ledertuch
Temperament: liebevoll, leise Stimme, verspielt, aktiv, setzt ihre Pfoten zum Untersuchen von Gegenständen ein,
Kopf: braune Schnurrhaare
Japanese Bobtail
Diese Rasse gibt es schon sehr lang (in Asien seit ca. 1000 Jahren), wurde jedoch erst in den 1960er Jahren in den USA und daraufhin in anderen Ländern bekannt.
Körperbau: ca. 5cm langer eingekringelter Stummelschwanz, mittelgroßer schlanker muskulöser Körper, schlanke hohe Beine
Kopf: Ohrspitzen und Kinn bilden ein gleichseitiges Dreieck, gerundete Wangen, hohe Wangenknochen
Ohren: weit auseinander, groß
Augen: groß, oval, schräg, weit auseinander stehend
Fell: mittellang (es gibt die Rasse jedoch auch mit langem Fell), weich, seidig ohne Unterwolle, am Schwanz etwas länger; Farbvarianten: überwiegend weiß mit großen schwarzen oder roten Stellen, aber auch andere Farben, leicht zu pflegen
Temperament: anhänglich, benötigen viel Platz und Freilauf, schwimmen gern, mögen lieber Katzen ihrer eigenen Rasse
Kartäuser
In Europa und in Nordamerika gil
sie als eigenständige Rasse, in Großbritannien ist sie nicht anerkannt. Der Name entstammt einer Legende, die besagt, dass Kartäusermönche im 17.Jh. Katzen aus aus Südafrika mit nach Frankreich gebracht hätten. Es wird außßerdem angenommen, dass der Name einer Wollsorte entstammt, die an das flauschige Fell der Kartäuser-Katze erinnert. 1920 begann die Zucht, die jedoch wie bei vielen anderen durch die Nachkriegszeit einen bösen Rückschlag hinnehmen musste, so dass kaum noch genügend Katzen zur Zucht vorhanden waren. Es wurden etliche Rassen eingekreuzt und erst 1970 kam es zur Erholung der Rasse.
Körperbau: groß, stämmig, breite Schultern, Größenunterschied zwischen den Geschlechtern,
Fell: etwas länger als bei der AKH, dicht, weich, flauschig; graublaue gleichmäßige Farbe mit silbrigem Schimmer an den Spitzen, rosa Pfoten, silbergrauer Nasenspiegel; 1mal pro Woche kämmen
Kopf: groß, breit, kräftiger Kiefer, ausgeprägte Wangen; kurzer starker Nacken
Nase: kurz, gerade, leichter Stopp
Ohren: mittelgroß, an den Enden gerundet,
Augen: groß, rund, ausdrucksvoll
Schwanz: mittellang, am Ende abgerundet
Temperament: hundeähnliches Wesen, kurze Phasen von besonderer Aktivität, verteidigen ihre Bezugsperson; ruhig, lernbereit
Korat
Die Naturrasse stammt aus Korat, einer thailändischen Provinz, und gilt dort als Glücksbringer. Die strahlend grünen Augen leuchten im Kontrast des blau-silbrig schimmernden Fells. Der erste Import nach England führte zu keinem Zuchterfolg, der zweite Import 1959 in die USA war erfogreicher. Man kreuzte damals Siam Blue Point ein, heute darf nur streng rasseintern gezüchtet werden.
Körperbau: mittelgroß, kräftig, muskulös, runder Rücken
Kopf: herzförmig
Ohren: groß, gerundet, hoch am Kopf anggesetzt, schwach behaart
Augen: groß, leuchtend grün, weit auseinander, rund
Fell: kurz-mittellang, ohne Unterwolle, glänzend, fein, eng anliegend, unkompliziert in der Pflege
Temperament: freundlich, verschmust, verspielt, rughig, sanft, mögen keine lauten Geräusche; anfällig für Katzenschnupfen
Manx
Es gibt zahlreiche Legenden um diese Rasse, insbesondere beziehen sie sich auf die Entstehung der Schwanzlosigkeit, das bestechendste Merkmal dieser Rasse. Eine besagt beispielsweise diese Katzen seien eine Kreuzung aus Katzen und Kaninchen, was auch den hoppelnden Gang dieser Rasse erklären würde, was jedoch biologisch nicht möglich ist. Höchstwahrscheinlich war es jedoch so, dass sich die Tiere auf der Insel „Isle of Man“ vermehrten, nachdem es durch eine Spontanmutation zur Schwanzlosigkeit kam. Da das Gen dominant war und die Katzen auf der Insel abgeschottet waren, setzte es sich allmählich durch. Die Rasse war schon um 1900 beliebt und man kam der Nachfrage an Katzen um 1960 kaum mehr nach. Dies war jedoch eher beschränkt auf England und USA, in Deutschland setzt viele diese Rasse mit Qualzucht gleich.
Fortpflanzung: der Zuchterfolg ist nicht einfach, da es immer wieder zu Totgeburten kommen kann oder auch zu Katzen mit Schwanz. Aufgrund der Genetik müssen immer wieder Katzen mit Schwanz eingekreuzt werden. Des weiteren gibt es viele unterschiedliche Schwanzvarianten (Rumpy, Stumpy, Rumpy Riser, Manx Longy, Manx Tailed). Züchter müssen genau wissen, wer mit wem verpaart werden darf. Kleine Würfe (2-4 Jungtiere) mikt hoher Sterblichkeitsrate
Körperbau: mittelgroßer Körper, fehlender Schwanz, runder kurzer Rücken, muskulöse Oberschenkel, hoppelnder Kaninchengang
Kopf: großer runder Kopf, volle Wangen, kräftiges Kinn, mittellange Nase,
Augen: groß, rund, leicht schräg
Ohren: hoch am Kopf angesetzt, am Ansatz breit, spitz zulaufend
Fell: kurzes glänzendes Deckhaar mit dichter Unterwolle, in fast allen Farben
Temperament: anhänglich, liebevoll, gurrend, leise Stimme, verteidigen ihre Bezugsperson, gesellig (brauchen jemand um sich und können nicht allein sein), lieben es zu jagen, verspielt
Ocicat
Die Ocicat hat Ähnlichkeit mit der Ägyptisch Mau, ist jedoch im Gegensatz zu dieser keine Naturrasse, sondern eine Hybridrasse, d.h. sie entsand aus einer Kreuzung zwischen Abessinier und Siamkatze. Auch AKH wurden eingekreuzt. Die Rasse ist sehr neu und entstand erst 1966 durch den Versuch einer Züchterin.
Körperbau: groß, stämmig, langbeinig, kräftig, muskulös,
Augen: groß, mandelförmig, weit auseinander
Ohren: groß, aufrecht, am Ansatz breit, gerundete Spitze
Kopf: keilförmig, breite Schnauze, ausgeprägtes Kinn
Fell: glatt, glänzend, eng anliegend, seidig, kurz, jedes Haar ist mehrfach gebändert, dunkle Tupfen auf heller Grundfarbe, gelegentliches Bürsten
Schwanz: lang mit dunkler Spitze
Temperament: intelligent, verspielt, sanftes Wesen, gesellig, leinenführig, apportiert, benötigen viel Zeit, Platz und Freilauf
Orientalisch Kurzhaar
Die Katzenrasse entstammt den Siamkatzen. Der Unterschied zu Siamkatzen liegt einmal in der Fellzeichnung (ihnen fehlen die Abzeichen der Siamkatzen) und in der Augenfarbe (muss nicht blau sein).
Rexkatzen
Rexkatzen sind aus normalen Hauskatzen entstanden und aufgrund von einer Genmutation zu ihrem lockigem Fell, ihrem Markenzeichen, gekommen. Diese Mutationen traten unabhängig voneinander in den 1950er Jahren in verschiedenen Ländern auf (Deutschland, England, USA). Aus allen wurden unterschiedliche Linien gezüchtet: German Rex, Cornish Rex, Devon Rex. Die Si-Rex ist keine eigenständige Rasse, sondern eine Devon oder Cornish Rex mit Siamabzeichen. Teilweise fehlen bei den Rexkatzen die Tasthaare, was tierschutzrechtliche Konsequenzen hat (ein Zuchtverbot bei Katzen ohne Tasthaare wird diskutiert).
Körperbau:
Cornish Rex: feinknochig, elegant, lange Beine, langer, dünner, spitzer Schwanz; Devon Rex: mittelgroß, breite Brust, lange schlanke Beine, langer dünner Schwanz, übergroße Ohren, wirkt koboldhaft, schlanker Hals
Kopf: Cornish Rex: mittelgroß, flacher Schädel; Devon Rex: mittelgroß, runde Wangen, keilförmig, Nasenbreak
Ohren: Cornish Rex: groß, hoch angesetzt, breit am Ansatz, gerundete Spitzen; Devon Rex übergroß, breiter nsatz, gerundete Spitzen
Augen: Cornish Rex: oval, mittelgroß; Devon Rex: groß, oval, weit auseinander, leicht schräg
Fell: alle Farben; minimaler flegeaufwand, da kein Fellwechsel stattfindet, müssen vor Hitze und Kälte geschützt werden, da das Fell sehr dünn ist; dürfen bei Kälte oder Hitze nicht nach draußen, haben eine überhöhte Körpertemperatur (ein Grad wärmer als bei anderen Katzenrassen); Cornish Rex: ohne Leithaare, plüschig, mit Unterwolle, kurz, dicht, eng anliegend, nahezu überall gelockt, wellige Schnurrhaare; Devon Rex: derb, alle drei Haararten (Leithaare, Grannenhaare und Unterwolle), überall wellig oder gelockt, brüchige, kurze oder fehlende Augenbrauen/Schnurrhaare
Temperament: gesellig, laufen dem Besitzer nach, wedeln bei Freude mit dem Schwanz, sehr gute Jäger, sehr gelenkig, neugierig, gesprächig; aufgrund des erhöhten Stoffwechsels sehr gute Esser mit erhöhtem Nahrungsbedarf
Russisch Blau
Man sagt, dass die Rasse aus dem Nordrussland stammt und sie den dortigen Witterungsverhältnissen mit ihrem dichten Plüschfell optimal angepasst war. Die Züchtung begann in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts mit 2 unterschiedlichen Richtungen in Europa (Einkreuzung von Siam-Katzen) und Amerika.
Fell: kurz, plüschig, weich, blau, samtig glänzend, dichtes Unterfell mit wasserabweisenden Leithaaren, einfache Pflege; Welpen zeigen Geisterzeichnung
Körperbau: schlank, elegant
Schwanz: dicker Ansattz, spitz zulaufend
Ohren groß, keine Pinsel
Augen: leuchtend grün
Temperament liebevoll, leise Stimme, widerstandsfähig, verspielt, benötigt nicht unbedingt Freilauf, liebe voller Umgang mit Artgenossen und Jungtieren
Scottish Fold
Erstmals fiel 1961 eine solche Katze auf einem Bauernhof in Schottland auf und wurde gleich darauf ins Zuchtregister eingetragen. Es handelte sich um eine Spontanmutation mit einem dominanten Gen, das dafür zuständig ist, dass die Ohren nach vorne geklappt sind (Faltohren). Genauso plötzlich wie die Zucht einsetzte hörte sie auf bzw. veränderte sie sich. Das Kreuzen von Faltohrkatzen führte zu Skelettdeformitäten und Taubheit. Einkreuzungen mit Amerikanisch Kurzhaar beseitigten das Problem und werden seit den 70er Jahren in den USA anerkannt auf diese Weise gezüchtet. In Europa ist diese Rasse jedoch nicht anerkannt.
Körperbau: mittelgroß, stämmig, dicker kurzer Hals, Plumptyp
Fell: dicht, kurz, weich, voll, alle Farbschläge außer Chocolate, Lilac und Siam-Abzeichen; einmal pro Woche kämmen
Schwanz: dick, mittellang, nicht ganz so beweglich
Kopf: rund, dick, volle Wangen, volles Kinn
Ohren: weit auseinander, Spitzen abgeknickt; neigen zu Milbenbefall
Augen: rund, weit auseinander stehend
Temperament: robust, jagd gern, benötigt viel Auslauf, fixiert auf eine Bezugsperson
Fortpflanzung: meist 3-4 Welpen, Ohren sind bis zur 3./4. Lebenswoche noch normal und knicken dann erst ab
Siam
Die Siamkatze gehört international zu der beliebtesten Katzenrasse. Ihr Knochenbau ist sehnig und feingliedrig und ihr Aussehen ist orientalisch. Siamkatzen umgibt eine lange Geschichte: So wurden sie schon als Tempelkatzen verehrt und im heutigen Thailand, d.h. im damaligen Siam, lebten sie als Königskatzen im Palast und hatten ihre Funktion als „Wachkatzen“.
1871 wurden Siamkatzen das erste Mal ausgestellt, in London. Die Katze wurde daraufhin immer beliebter. Der damals beliebte Knickschwanz und Silberblick ist heute nicht mehr erwünscht. Klassische Siamfarben sind: Seal, Blue, Chocolate, Lilac Point.
Ihr Körperbau ist mittelgroß, langgestreckt und feinknochig, jedoch trotzdem muskulös, aber mit eleganter zierlicher Ausstrahlung. Hinterläufe sollen etwas länger als die Vorderläufe sein. Langer Hals, Breite von Schultern und Hüften gleich.
Kopf: mittelgroß, Ohrenspitzen und Nase bilden ein Dreieck, am Ansatz breite Ohren, die insgesamt sehr groß sind und keilförmig verlaufen.
Augen: schräggestellt, mittelgroß, mandelförmig, leuchtend blau
Fell: kurz, fein, ang anliegend, glänzend; dunklere Farben treten an den kühleren Körperstellen auf; ca. 2mal pro Woche bürsten
Fortpflanzung: frühreif (mit 5 Monaten), sehr fruchtbar, große gesunde Würfe
Schwanz: lang, dünn, ohne Knick, spitz zulaufend
Temperament: anspruchsvoll, eifersüchtig, benötigen viel Aufmerksamkeit, lebhaft, intelligent, charakteristische Stimme und Sprache, enge Bindung an eine Person (auch anhänglich) mit starker Eifersucht, fühlen sich schnell vernachlässigt und sind nicht gern allein, launisch, unberechenbar, misstrauisch gegenüber Fremden, leinenführig.
Tonkanese
Die Tonkanese ist eine 1965 in Kanada entwickelte Rasse, die aus Kreuzungen zwischen Burma und Siamkatzen entstand. In uropa ist sie noch nicht anerkannt.
Körperbau mittelgroß, muskulös, lange, schlanke Beine,
Kopf: keilförmig, kantige Schnauze,
Ohren: weit auseinander stehend, breiter Ansatz, gerundete Spitzen
Augen mandelförmig, weit auseinander stehend, aquamarin-türkis
Fell: weich, dicht anliegend, glänzend, 4 Farbschläge: Natural Mink, Champagne/Lilac Mink, Blue Mink, Platinum Mink; gelegentliches Bürsten
Temperament: neugierig, benötigt viel Beschäftigung und Abwechslung, sollten nicht allein gehalten werden, mögen Ausstellungen